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Teure RückholungDie Rückholung der Atommüll-Fässer aus dem maroden und einsturzgefährdeten Atomendlager Asse wird Schätzungen zufolge rund 3,7 Milliarden Euro kosten. Umweltminister Röttgen will die großen Energiekonzerne an den Kosten beteiligen, allerdings gibt es keine Rechtsgrundlage für eine solche Haftung.
Berlin (afp/red) - Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) sagte am Mittwoch im Umweltausschuss, dass aufgrund der Bewertung der Langzeitsicherheit die "Rückholung der Abfälle" momentan als "beste Lösung" eingestuft worden sei. Es gebe aber noch keine endgültige Entscheidung. Röttgen verwies auch auf eine mögliche Kostenbeteiligung der Energieversorgungsunternehmen. Es gebe jedoch keine Rechtsgrundlage für eine Haftung der Firmen, sagte er.
Nach Ansicht des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) soll das Lager in Niedersachsen möglichst schnell geräumt werden. Die Rückholung der Abfälle soll innerhalb von zehn Jahren erfolgen. Als Betreiber der Asse hatte das BfS in den vergangenen Monaten geprüft, wie das Problem mit dem Atommülllager bei Wolfenbüttel am besten zu lösen ist.
Dort lagern rund 126.000 Fässer mit leicht- und mittelstark strahlendem Atommüll. Dabei war auch untersucht worden, ob die Fässer an ihrem Standort in 500 bis 700 Meter Tiefe sicher einbetoniert werden könnten oder ob eine Umlagerung in tiefere Schichten um tausend Meter eine Langzeitsicherheit gewährleisten würde. Die Fässer waren zwischen 1967 und 1978 in das frühere Salzbergwerk Asse gebracht worden. Seit 1988 läuft Wasser in die Anlage. Die Behörde kann nach eigenen Angaben nicht ausschließen, dass sich die Menge so steigert, dass die Grube überflutet wird. Zudem ist die Stabilität der Schachtanlage beeinträchtigt.
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Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) will den zukünftigen Bedarf an Atomkraft mit Hilfe von Energieszenarien errechnen lassen. So solle der Anteil an Atomstrom immer weiter sinken, je nachdem, wie viel Kernenergie noch benötigt werden, hieß es.
Die Parteien im niedersächsischen Landtag streiten über die vom BfS empfohlene Rückholung des im maroden Asse-Bergwerk eingelagerten Atommülls. Die FDP zweifelt daran, dass die Rückholpläne überhaupt realisierbar sind. Nach Ansicht der Grünen muss die Atomindustrie die vermuteten Milliardenkosten für die Bergung des Mülls tragen.
Die Schließung des Atommülllagers Asse und die Rückholung der dort gelagerten Fässer wird nach Einschätzung des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) mehr als 1,5 Milliarden Euro kosten. Die Kosten dafür müsste der Bund tragen, das BfS hofft jedoch auf eine Kostenbeteiligung der Energiekonzerne.
Wegen Einsturzgefahr und drohender Laugenzutritte soll der Atommüll im maroden Endlager Asse wieder herausgeholt werden. Dies sei die beste Variante für die Schließung der Asse, so das BfS. Oppositionspolitiker und Umweltschützer äußerten sich zustimmend zu einer Schließung, verwiesen aber auf noch ungelöste Fragen.
Im Asse-Untersuchungsausschuss des niedersächsischen Landtags hat Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) Fehler im früheren Umgang mit dem Atommülllager eingeräumt. Es sei unbestritten, dass ein ausgebeutetes Salzbergwerk heute nicht mehr zur Einlagerung radioaktiver Stoffe genutzt würde, so Schavan.Strompreise vergleichen
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