"Rückwärtsgewandte Energiepolitik"

Atomkraftgegner rufen zu G8-Protesten auf

Die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland rufen zur Teilnahme an den Protesten gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm vom 6. bis 8. Juni auf, um gegen die Länder zu protestieren, die weiterhin auf Atomkraft setzen. Zudem erwarten die Atomkraftgegner keine wirksamen Maßnahmen der G8-Gruppe.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Münster (ddp-nrw/sm) - Mit den Protesten solle gegen die "rückwärtsgewandte" Energiepolitik der USA, Großbritanniens, Russlands und Frankreichs mobil gemacht werden, die weiterhin auf den Ausbau der Atomkraft setzten, sagte am Mittwoch Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Auch beim Thema Klimaschutz erwarten die Atomkraftgegner keine wirkungsvollen Maßnahmen der G8-Länder. Es sei nicht erkennbar, dass die G8-Gruppe "die gravierenden Klimaprobleme wirklich beheben möchte", betonte Felix Ruwe von der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus". Vielmehr seien die G8-Staaten für einen Großteil der weltweiten Umweltprobleme "selbst verantwortlich", hieß es.