Übermorgen

Atomkraftgegner kündigen Proteste gegen Castor-Transport an

Am 26. April, dem 19. Jahrestag der Reaktorkatastrophe im ukrainischen Tschernobyl, soll aus dem norddeutschen Atomkraftwerk Stade ein Castor-Transport in die französische Wiederaufbereitungsanlage La Hague stattfinden. Die Anti-Atomkraft-Initiativen aus Nordrhein-Westfalen haben bereits Proteste angekündigt.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Münster (ddp-nrw/sm) - Anti-Atomkraft-Initiativen aus Nordrhein-Westfalen bereiten sich für die Nacht zum Mittwoch auf einen Castor-Transport aus dem norddeutschen Atomkraftwerk Stade in die französische Wiederaufbereitungsanlage La Hague vor. Wie die Initiativen am Montag in Münster mitteilten, soll der Castor am frühen Mittwochmorgen durch NRW rollen. Der Atommüll solle entweder über Münster, Hamm und Köln oder über Minden, Hamm und Köln nach La Hague transportiert werden.

Die Initiativen kündigten Widerstand entlang der Transportstrecke an. Als "besonders instinktlos" bewerteten die Atomkraftgegner die Tatsache, dass der Castor-Transport am 26. April, dem 19. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, starte. Während in Deutschland die Folgen des Unglücks verdrängt würden, litten in der Ukraine und in Weißrussland die betroffenen Menschen "noch immer enorm" unter den Auswirkungen der Katastrophe, hieß es.