Atommüll

Atomkraftgegner kündigen Protest gegen Castor-Transport an

Atomkraftgegner haben gegen den im November erwarteten Castor-Transport aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague nach Gorleben eine Demonstration angekündigt. Auch mit Blick auf die aktuellen Vorkommnisse in Asse II kritisiert die Bürgerinitiative die aktuellen Diskussionen um Laufzeitverlängerungen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Lüchow-Dannenberg (ddp/sm) - Der Aktion in Gorleben soll eine Aufklärungskampagne "über die ungelöste Atommüllentsorgung und über die Mär vom billigen und angeblich sauberen Atomstrom" vorangehen, sagte ein Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. So werde die Initiative auf der Internationalen Konferenz zur Endlagerung von atomaren Abfällen vom 30. Oktober bis 1. November 2008 in Berlin ihre Argumente vorbringen.

Das "aktuelle politische Trommelfeuer" für die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke bezeichnete der Sprecher vor dem Hintergrund der jüngsten Vorkommnisse in dem Forschungsbergwerk Asse II als "Provokation". Mitte Juni war bekanntgeworden, dass dort radioaktive Salzlauge lagert, die die zulässigen Grenzwerte um ein Vielfaches überschreitet.

Der Castor-Transport mit hoch radioaktivem Atommüll soll nach Angaben der Bürgerinitiative, die sich auf Informationen aus Frankreich beruft, in der zweiten Novemberwoche nach Gorleben rollen.