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ProtesteGegner der Atomkraft haben den sofortigen Stopp des hochradioaktiven Atommülltransports von Norddeutschland nach Südfrankreich gefordert. Der Abfall soll in den kommenden Tagen von einem Forschungsinstitut über 1500 Kilometer in ein südfranzösisches Forschungszentrum gebracht werden.
Freiburg (ddp/red) - Atomkraftgegner haben am Freitag den sofortigen Stopp eines Nuklearmülltransports gefordert. In den kommenden Tagen soll hochradioaktiver Abfall von Schleswig-Holstein über eine Strecke von 1500 Kilometern nach Südfrankreich gebracht werden, um anschließend per Bahn über 1800 Kilometer ins Zwischenlager Nord in Vorpommern gefahren zu werden, wie die Südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen am Freitag in Freiburg mitteilten. Die Aktivisten verwiesen darauf, dass der Transport auf Lastern im allgemeinen Straßenverkehr erfolgen soll.
(Foto / Abb.: tiero / Fotolia.com)
Die Brennelemente und der Reaktordruckbehälter werden seit 1979 im Forschungszentrum GKSS in Geesthacht aufbewahrt. Während der Behälter vorerst dort bleibt, sollen die Brennelemente im südfranzösischen Kernforschungszentrum Cadarache in Castorbehälter umverpackt werden. In vier Transport- und Lagerbehältern vom Typ Castor KNK solle anschließend der Rücktransport nach Deutschland erfolgen.
Der Transport gefährde Millionen Menschen entlang der Fahrstrecke, ein Unfall mit massiver Freisetzung von Radioaktivität könne ganze Ballungsräume unbewohnbar machen und viele Todesopfer fordern, sagte Thomas Rosa von den Südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen. Aufgrund der behördlichen Geheimhaltungspolitik zu Transportzeit und -route träfe ein derartiger Unfall die lokalen Katastrophenschutzbehörden und Einsatzkräfte wie Feuerwehr, Rettungsdienste oder THW völlig unvorbereitet.
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Die deutsche Anti-Atomkraft-Bewegung will ihren Widerstand gegen längere Laufzeiten der Kernkraftwerke und ein Endlager in Gorleben weiter verstärken. Demnach soll es zu Demonstrationen in Berlin und in Salzgitter kommen. In Salzgitter würden sogar mehr als 10.000 Teilnehmer erwartet.
Ein knappes Jahr nach der Einrichtung eines Ausschusses zum maroden Atommülllager Asse sehen die Grünen im niedersächsischen Landtag weiterhin großen Aufklärungsbedarf. So habe sich gezeigt, dass in der Asse viel mehr mittelradioaktiver Müll liegt als vermutet. Problematisch sei auch die schleppende Bereitstellung von Akten.
Die von der Bundesregierung angestrebte Laufzeitverlängerung für die 17 deutschen Atomkraftwerke wird einer neuen Studie zufolge die Stromkosten der Verbraucher nicht spürbar beeinflussen. Mit vorgeblich deutlich sinkenden Strompreisen werben die Verfechter von längeren Atomlaufzeiten - möglicherweise zu Unrecht.
Auch in dieser Frage ist die Außendarstellung der Koalition alles andere als einheitlich. Während es am Mittwoch hieß, die Steuer käme auch unabhängig von längeren Laufzeiten, sagte am Donnerstag Unions-Fraktionschef Kauder, die Atomsteuer und die längeren Laufzeiten bildeten eine "Einheit".
Im Juni steht kein Transport radioaktiven Materials in das Zwischenlager Ahaus (Kreis Borken) an. Eine von Anti-Atomkraft-Initiativen befürchtete Lieferung schwach- und mittelradioaktiver Stoffe per LKW oder Bahn sei bislang nicht gemeldet, sagte die Sprecherin der Bezirksregierung Münster, Sigrun Rittrich, am Montag.Strompreise vergleichen
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