Mahnung

Atomforum: Errichtung von Endlagern vorantreiben

Anlässlich des dritten Workshops des Arbeitskreises Auswahlverfahren Endlagerstandorte forderte das Deutsche Atomforum von der Regierung eine beschleunigte Entscheidung bezüglich der geplanten Endlager Konrad und Gorleben. An der Eignung der beiden Standorte bestünden keine Zweifel, weshalb die Bereitstellung von Endlagern nicht länger verzögert werden dürfe.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Das Deutsche Atomforum e.V. (DAtF) forderte anlässlich des dritten Workshops des Arbeitskreises Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd), die Bereitstellung von Endlagern nicht zu verzögern. Es sei die Aufgabe des Bundes, Endlager zur Verfügung zu stellen. Daher müssen die Verfahren für das bereits genehmigte Endlager Konrad zügig durchgeführt werden.

Für den Salzstock Gorleben, der für die Endlagerung von Brennelementen vorgesehen ist, hätten die bisher gewonnenen geologischen Befunde keinerlei Hinweise ergeben, die seiner Eignung entgegenstehen würden. Deshalb mahnt das DAtF den Erlass der Veränderungssperre zur Sicherung dieses Standortes an.

Die Energieversorgungsunternehmen hätten bis heute bereits 1,3 Milliarden Euro für die Endlagerforschung aufgebracht. Mit den Standorten Konrad und Gorleben hätte die Bundesrepublik bereits ein Endlagerkonzept mit zwei Standorten, an deren Eignung keine Zweifel bestehen, argumentiert die Vereinigung. Vor diesem Hintergrund hält das DAtF den Hinweis aus der Koalitionsvereinbarung der rot-grünen Bundesregierung, der auf eine Kostenbeteiligung für zusätzliche Standorterkundungen abzielt, für sachwidrig und ungerechtfertigt.