Ergebnisse gibts 2008

Atomenergie: BfS lässt Fehlbildungen untersuchen

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat ein Forschungsvorhaben vergeben, das Fehlbildungen bei Neugeborenen in der Umgebung von Kernkraftwerken untersuchen soll. Dabei werden alle Geburten im Zeitraum von zwei Jahren an ausgewählten Standorten erfasst.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Salzgitter (red) - Bis Mitte 2008 soll die Universität Mainz herausfinden, ob in der Umgebung westdeutscher Kernkraftwerke mehr Kinder mit angeborenen Fehlbildungen zur Welt kommen als in vergleichbaren Regionen ohne Atomkraftwerk. Zudem wird der Frage nachgegangen, ob mit zunehmendem Abstand zum Kernkraftwerk die Fehlbildungsrate zurückgeht. Dabei werden im Rahmen einer Kohortenstudie alle Geburten im Zeitraum von zwei Jahren an ausgewählten Standorten erfasst.

Eine bereits 2003 vom BfS in Auftrag gegebene Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken (KiKK-Studie) wird bis Ende 2006 abgeschlossen sein. Bereits 2002 hatte das BfS eine Untersuchung zur Häufigkeit kindlicher Krebserkrankungen in der Umgebung von Atomkraftwerken in Bayern vorgelegt und auf die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen hingewiesen.