Reststrommengen

Atomausstieg schon zur Hälfte vollzogen

Der vereinbarte Ausstieg aus der Atomenergie ist bereits zu mehr als der Hälfte vollzogen. Die deutschen Kernkraftwerke haben bereits 53 Prozent der im Atomgesetz festgeschriebenen Reststrommengen produziert, teilt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mit.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Salzgitter (red) - Die deutsche Energiewirtschaft verfügt noch über eine Reststrommenge von rund 1.241 Milliarden Kilowattstunden der ursprünglich vereinbarten 2.623 Milliarden Kilowattstunden.

Das BfS erfasst die in den deutschen Kernkraftwerken erzeugten Netto-Strommengen und dokumentiert die daraus nach Atomgesetz resultierenden Reststrommengen. Diese werden einmal im Jahr als Gesamtbilanz veröffentlicht. In der Praxis können sich die Restlaufzeiten durch ungeplante Stillstände, Verfügbarkeitseinschränkungen oder Strommengenübertragungen jedoch noch ändern. Exakte Prognosen, wann ein Kernkraftwerk tatsächlich außer Betrieb genommen wird, sind daher nicht möglich.

Beim von der damals rot-grünen Bundesregierung geplanten Atomausstieg wurde für jedes Kernkraftwerk eine bestimmte Menge an Strom festgelegt, die das Kraftwerk noch erzeugen darf, bevor es abgeschaltet wird.