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EmpfehlungIm Zwischenlager Gorleben sollten nach einem Fehler an einem Castorbehälter nun alle Behälter auf vergleichbare Fehler untersucht werden, empfiehlt der Atomausschuss des zuständigen Landkreises. Außerdem sollten sämtliche Untersuchungsergebnisse offengelegt werden.
Gorleben (ddp-nrd/red) - Nach dem Defekt an einem im Zwischenlager Gorleben abgestellten Castorbehälter im vergangenen Herbst drängt der Atomausschuss des Landkreises Lüchow-Dannenberg auf eine Untersuchung aller dort abgestellten Behälter. Der Ausschuss befürchte einen möglichen Systemfehler bei den Druckschaltern, erklärten die Mitglieder des Gremiums am Donnerstag.
Der nicht bindende Beschluss wurde mit den Stimmen der Fraktionen von SPD, FDP, Grünen sowie zweier Wählergemeinschaften gegen die CDU durchgesetzt. Einstimmig empfahl der Atomausschuss zudem, dass das niedersächsische Umweltministerium und das Bundesamt für Strahlenschutz sämtliche Untersuchungsergebnisse über die Sicherheit der Druckschalter offenlegen sollen.
Am 31. Oktober und 1. November 2009 hatte der Druckschalter eines Castorbehälters in Gorleben Unterdruck im Bereich zwischen den beiden Deckeln angezeigt. Der defekte Schalter war daraufhin beim Hersteller und im Beisein von TÜV und der Bundesanstalt für Materialprüfung untersucht worden. Bereits im vergangenen März hatte der Betreiber des Atommüllzwischenlagers eine Störung am Druckschalter eines Castorbehälters gemeldet. Damals musste das Teil ausgetauscht werden. Die Druckschalter regulieren den Druck zwischen den beiden Deckeln der Atommüllbehälter.
Im Gorlebener Zwischenlager stehen derzeit 91 Castorbehälter unterschiedlicher Bauart mit hoch radioaktivem Atommüll aus Atomkraftwerken und der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague. Für den Herbst wird ein weiterer Transport mit zehn oder elf Castoren nach Gorleben erwartet.
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