Nach Mitarbeiterbefragung

Atomaufsicht will Kommunikation in AKW-Leitwarte verbessern

Als Konsequenz aus der Befragung verantwortlicher Mitarbeiter des Atomkraftwerkes Krümmel will die Atomaufsicht die Kommunikation in der Leitwarte des Atommeilers verbessern. Weitere Einzelheiten zu den Störfällen, die durch die Befragung bekannt geworden sind, sollen nun bewertet werden, hieß es.

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Kiel/Hamburg (ddp/sm) - In Krümmel sei künftig die Nutzung modernerer Kommunikationsprinzipien nötig wie etwa in der Luftfahrt, sagte der Staatssekretär des Kieler Sozialministeriums, Hellmut Körner, am Montag nach einer knapp vierstündigen Befragung unter anderem des Reaktorfahrers und des Schichtleiters. Außerdem müsse die Organisation der Verantwortung auf der Warte bei komplexen Störfällen verändert werden. Eine "strukturelle Überlastung des Schichtleiters bei mehreren parallelen Ereignissen" müsse vermieden werden.

Körner betonte mit Blick auf die Ergebnisse der Befragung, dass die Auskünfte der Mitarbeiter ein "klareres Bild der Abläufe, allerdings auch weitere Fragen" ergeben hätten. In dem Gespräch seien weitere Einzelheiten bekannt geworden, die nun von den Mitarbeitern der Reaktorsicherheitsabteilung des schleswig-holsteinischen Sozialministeriums und den externen Sachverständigen bewertet werden sollen.

Weitere falsche Dübel entdeckt

Bei Untersuchungen im AKW Krümmel sind gestern weitere falsche Dübel entdeckt wurden. Vattenfall teilte mit, dass zwei Dübel aufgefallen sind, die nicht vom vorgesehen Typ sind. Sie wurden an einer begehbaren Bühne in einem Gebäude mit Notstromaggregat verwendet. Die Reaktoraufsichtsbehörde sei informiert worden. Bereits in der vergangenen Woche waren falsche Dübel an einer zweiten Bühne entdeckt worden. Zurzeit werden weitere Dübel überprüft. Insgesamt sind im Kraftwerk 630 Dübel dieses Typs eingesetzt.