Sparpaket

Atom-Steuer soll dem Staat 2,3 Milliarden Euro bringen

Durch die neue Atomsteuer müssen die Atomkonzerne E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall bald zusätzliche Gebühren an den Staat zahlen. Dieser wird dadurch pro Jahr 2,3 Milliarden mehr einnehmen. Es ist davon auszugehen, dass die neue Steuer auf die Stromkunden umgelegt wird.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) – Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte am Montag in Berlin ihren Sparplan vor. Der sieht vor, dass die Atomkonzerne eine Atomsteuer an den Staat abgeben müssen. Das schwarz-gelbe Sparpaket betrifft nun auch die Betreiber der 17 Atomreaktoren in Deutschland. Gleichzeitig wurde angekündigt, dass das Energiekonzept der Regierung schneller fertig sein soll. Mitte Juli soll es soweit sein. Die Begründung für die Steuer ist, dass die Energiekonzerne in den vergangenen Jahren extra Gewinne durch die CO2-Zertifikate gemacht haben. Die Produktionskosten der Unternehmen sind allerdings die gleichen geblieben.

Unabhängig von der Laufzeit

Die Atomkonzerne E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall müssen bald Steuern an den Staat zahlen. Zu der Laufzeitverlängerung der einzelnen Kraftwerke besteht aber laut Focus online kein unmittelbarer Zusammenhang. Der Bund wird durch die neue Steuer wohl 2,3 Milliarden Euro mehr einnehmen. Die betroffenen Unternehmen werden sich zudem mit den Steuern an der milliardenteuren Sanierung des maroden Atommülllagers Asse in Niedersachsen beteiligen. Die schwarz-gelben Atomsteuer-Pläne werden aber von Seiten der Umweltschützer und der Grünen stark kritisiert. Grünen-Chefin Claudia Roth hält die Steuer für einen schmutzigen Deal im Interesse der Atomlobby und auf Kosten der Sicherheit der Bürger.