Generalversammlung

Atel behauptet sich

Die Aktionäre des Schweizer Energieversorgers Aare-Tessin AG für Elektrizität (Atel) konnten an der 108. Generalversammlung in Olten auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2002 zurückblicken. Die 495 anwesenden Aktionäre (96,54 Prozent der Aktienstimmen) genehmigten den Geschäftsabschluss und beschlossen eine Dividende von 20 Franken je Aktie.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

"Atel hat sich in dieser schwierigen Zeit gut behauptet", sagte Verwaltungsratspräsident Dr. Walter Bürgi. Das Unternehmen hätte sich im letzten Jahr noch stärker zu einer internationalen Unternehmensgruppe entwickelt. Der Auslandsanteil am Umsatz beträgt mittlerweile etwa 80 Prozent. Herausragendes Ereignis im Jahr 2002 seien die großen Investitionen in Produktionsanlagen in Italien, Ungarn und Tschechien gewesen. Mit der Beteiligung am zweitgrößten Stromerzeuger Italiens "Edipower" und dem Erwerb der modernen Kraftwerke in Budapest und Kladno hat Atel ihre gesamte Produktionskapazität im letzten Jahr auf einen Schlag von 1540 auf 3500 Megawatt mehr als verdoppelt.

Nach der Abstimmung über das Elektrizitätsmarktgesetz (EMG) ist die Haltung der Atel zur Liberalisierung der Elektrizitätsmärkte unverändert. "Wir wollen eine Öffnung des Strommarktes bis zur Steckdose", forderte Bürgi. Während Verwaltung und Experten an einem EMG II arbeiten, werden die Schweizer Stimmbürger am 18. Mai 2003 eine Weiche für die Energiezukunft stellen. Walter Bürgi macht unmissverständlich klar, dass eine Annahme der Initiativen zum Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie beträchtliche negative Auswirkungen auf die Schweizer Volkswirtschaft hätte. "Mit der Annahme würden in einer wirtschaftlich ohnehin schwierigen Zeit unnötig zusätzliche Werte vernichtet", sagte Bürgi.

"Wir haben die Ziele im letzten Jahr erreicht, zum Teil sogar übertroffen." So umriss CEO Alessandro Sala seinen Rückblick auf das vergangene Geschäftsjahr. Der Konzernumsatz kletterte um 2,2 Prozent auf 3,7 Milliarden Franken und das Ergebnis vor Finanzierung und Steuern (EBIT) wuchs um 14,9 Prozent auf 255 Millionen Franken. Der Gruppengewinn erhöhte sich um drei Prozent auf 170 Millionen Franken.