Generalversammlung

Atel-Aktionäre erhalten zehn Prozent höhere Dividende

Gestern fand im schweizerischen Olten die 109. Generalversammlung der Aare-Tessin AG für Elektrozität statt. CEO Alessandro Sala übergab ein erfolgreiches Unternehmen an seinen Nachfolger Giovanni Leonardi und die Aktionäre konnten sich über eine um zehn Prozent erhöhte Dividende freuen.

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Olten (red) - Die Aktionäre des schweizer Energieunternehmens Aare-Tessin AG für Elektrizität (Atel) haben auf der 109. Generalversammlung in Olten den Geschäftsabschluss 2003 genehmigt und eine um zehn Prozent höhere Dividende von 22 Franken je Aktie beschlossen. Gleichzeitig übergab CEO Alessandro Sala (64) die Unternehmensführung an Giovanni Leonardi.

Seit der Liberalisierung der Strommärkte hat Atel eigenen Angaben zufolge neben Trading und Vertrieb wieder verstärkt auf Stromproduktion, Netz und Versorgung gesetzt. Zudem wurde mit den Energieservices ein zweites Standbein aufgebaut. Verwaltungsratspräsident Dr. Walter Bürgi: "Das zentrale Element unserer Strategie ist die Kombination der eigenen Produktionskapazität mit den Handels- und Vertriebsaktivitäten."

Zudem hätte sich Atel im Jahr 2003 nochmals einen Schritt weiter in Richtung europaweit aktiver Energiedienstleister entwickelt. Mittlerweile erwirtschaftet die Atel-Gruppe 86 Prozent ihres Umsatzes außerhalb der Schweiz. Walter Bürgi machte daher keinen Hehl daraus, dass die Strommarktöffnung für ihn in der Schweiz enttäuschend verlaufe: "Einem effizient funktionierenden Strommarkt werden zahlreiche Hürden in den Weg gelegt." Aus Sicht von Atel seien die bisher bekannten Eckwerte der neuen Elektrizitätswirtschaftsordnung unbefriedigend.

In seinem Rückblick auf das Geschäftsjahr 2003 konnte CEO Alessandro Sala erneut von einem enormen Wachstum berichten. Der Nettoumsatz der Gruppe stieg um 43 Prozent auf 5,3 Milliarden Franken, der Gruppengewinn wuchs um 60 Prozent auf 272 Millionen Franken und der Stromabsatz kletterte um 71 Prozent auf 68 Terawattstunden.