Einsparpotenzial

ASUE: Wie man sein "persönliches" Kyoto-Protokoll erfüllt

Laut den Zielen des Kyoto-Protokoll will Deutschland seine CO2-Emissionen um 21 Prozent gegenüber 1990 senken. Laut ASUE entspricht das eine Senkung von 2,5 Tonnen Kohlendioxid pro Einwohner. Dies ist durch die Steigerung der Energieeffizienz und die Wahl umweltfreundlicher Energieträger möglich.

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Die durch die Energieumwandlung verursachten CO2-Emissionen haben Auswirkungen auf das Klima, etwa durch steigende Meeresspiegel infolge des Abschmelzens der polaren Eiskappen oder durch heftigere Stürme. Allerdings ist der CO2-Ausstoß in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich: Während auf einen Einwohner Deutschlands im Jahr 2006 rund 10,5 Tonnen CO2 kamen, war es in Indien eine Tonne je Einwohner – allerdings mit stark steigender Tendenz.

Jeder kann zur Reduzierung der Emissionen beitragen, indem er seinen eigenen Energiebedarf senkt und Energieträger mit geringen CO2-Emissionen wählt. Deutschland hat sich im Rahmen des Kyoto-Protokolls verpflichtet, seine CO2-Emissionen um 21 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Auf jeden Einwohner Deutschlands übertragen entspricht das 2,5 Tonnen, da der Pro-Kopf-Ausstoß 1990 bei rund 12 Tonnen lag. Daher erfüllt jeder "sein" persönliches Kyoto-Protokoll, der seit 1990 jährlich 2,5 Tonnen CO2 und mehr einspart.

Beim Heizen liegt nach Informationen der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. ein großes CO2-Einsparpotenzial. Vielfach unbekannt ist, dass jeder Haushalt, der einen veralteten Heizkessel durch einen modernen Brennwertkessel austauscht, jedes Jahr bis zu drei Tonnen CO2 einsparen kann. Bei Kombination einer Gas-Brennwertheizung mit einer Solaranlage lassen sich die CO2-Emissionen sogar um bis 55 Prozent reduzieren. Bei vergleichsweise hohen Energiepreisen zahlen sich Investitionen in energiesparende Geräte besonders schnell aus. Auch im Verkehr kann jeder CO2 einsparen. Alternative Antriebstechniken wie Erdgasfahrzeuge emittieren im Vergleich zu einem herkömmlichen Benzinfahrzeug 25 Prozent weniger CO2. Bei anderen Schadstoffen wie etwa Kohlenmonoxid oder reaktiven Kohlenwasserstoffen sind die Umweltvorteile sogar noch höher, erklärt die ASUE.