"Die stromerzeugende Heizung"

ASUE präsentiert KWK-Gerät für das Einfamilienhaus

Die Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen für Einfamilienhäuser von Honda werden überwiegend mit Erdgas betrieben und haben einen hohen Wirkungsgrad. Durch deren Einsatz wird der CO2-Ausstoß verringert, außerdem ist der der Hausbesitzer unabhängiger von der Zulieferung durch externe Anbieter.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Kaiserslautern (red) - Die dezentrale Erzeugung von Strom und Wärme in Blockheizkraftwerken (BHKW) gehört bereits seit Jahren zum Stand der Technik und hat sich vielfach bewährt. Der Markt für die so genannte Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung für Einfamilienhäuser ist jedoch laut Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. (ASUE) - zumindest in Europa - nahezu unerschlossen. Zwar gebe es schon seit Jahren Entwicklungen in Richtung kleiner Leistungsbereiche, jedoch habe keines dieser Projekte bisher die Serien- oder Marktreife erreicht, erläutert die ASUE den heutigen Stand und stellt gleichzeitig ein für Einfamilienhäuser prädestiniertes KWK-Gerät vor.

Das Mikro-BHKW der Firma Honda mit einer elektrischen Leistung von einem Kilowatt und einer thermischen Leistung von 3,25 Kilowatt sei bereits seit mehr als einem Jahr auf dem japanischen Markt verfügbar. Das Unternehmen erwartet, dass das Gerät zukünftig die technischen Voraussetzungen erfüllen wird, um auch in Europa Marktreife zu erlangen. Es soll mit allen in Deutschland verfügbaren Gasarten betrieben werden können. Vorteilhaft sei der Betrieb mit Erdgas aufgrund seiner besonders umweltschonenden Eigenschaften und seiner Verfügbarkeit in über 17 Millionen Haushalten in Deutschland.

Herzstück des Moduls ist ein Einzylinder-Viertakt-Motor, der über einen Generator Strom erzeugt. Da die beim Betrieb des Motors entstehende Abwärme zusammen mit der dem Abgas über einen Wärmetauscher entzogenen Wärmeenergie genutzt wird, besitzt das System einen thermischen Wirkungsgrad von 65 Prozent. Zusammen mit dem elektrischen Wirkungsgrad von 20 Prozent ergibt sich bezogen auf die eingesetzte Primärenergie ein Systemwirkungsgrad von 85 Prozent.

In der Praxis profitiere der Anwender vor allem vom hohen Wirkungsgrad des Moduls durch die effiziente Ausnutzung der eingesetzen Primärenergie, erläutert die ASUE. Darüber hätten Untersuchungen auf einem neutralen Prüfstand ergeben, dass sich die vom Hersteller angegebenen Effizienz-, Verbrauchs- und Servicedaten auch in der Praxis erreichen lassen, so die ASUE. Außerdem habe die Selbstversorgung mit Strom und Wärme den Vorteil, von Zulieferungen durch externe Anbieter weitgehend unabhängig zu sein.