Ratgeber

ASUE informiert über Heizungssystem und Energieträger

In einer neuen Broschüre informiert die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE) Bauherren und Planer über die besten Heizungssysteme und Energieträger zur Wärmeversorgung im Haus. Die Experten empfehlen, anhand von vier Kriterien zu entscheiden.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Kaiserslautern (red) - Wer ein Haus baut, muss auch die Entscheidung darüber treffen, welches Heizungssystem und welcher Energieträger für die Wärme im Haus sorgen wird. "Welches System passt zu meinen individuellen Anforderungen?", "Wie ist das Verhältnis zwischen Investitions- und Betriebskosten?", "Welcher Energieträger erfüllt am besten die hohen Anforderungen an die Umwelt?" - auf diese und viele weitere Fragen gibt die Broschüre "Wärmeversorgung im Neubau - Ratgeber für Bauherren und Planer" der Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE) Antwort.

In modernen Niedrigenergiehäusern nehme der Wärmebedarf für die Raumheizung durch verbesserte Wärmeschutz- und Dämmmaßnahmen ab, während der Energiebedarf für die Warmwasserbereitung annähernd gleich bleibe, weiß die ASUE zu berichten. Daher komme der Warmwasserbereitung eine immer größere Bedeutung zu. Insgesamt empfiehlt die ASUE, die Wahl eines Wärmeversorgungssystems anhand der vier Kriterien Komfort, Kosten (Vollkostenvergleich), Umweltverträglichkeit und Hygiene (im Sinne einer kontrollierten Wohnungslüftung) zu treffen. Unter diesen Gesichtspunkten sei insbesondere die Brennwerttechnik zu empfehlen, da sie auch einen Teil der in den Abgasen enthaltenen Wärme nutzen könne und so einen besonders hohen Wirkungsgrad erziele.

Ist die Entscheidung für das System gefallen, stellt sich die Frage nach dem geeignetsten Energieträger. Laut ASUE wird aktuell in knapp 75 Prozent aller Neubauten Erdgas eingesetzt, da es durch die im Vergleich zu anderen fossilen Energieträgern geringeren Kohlendioxid-Emissionen die Umwelt weniger belaste, sich aufgrund seiner Eigenschaften auch sehr vorteilhaft in Verbindung mit Brennwerttechnik einsetzen lasse und zudem keinen Lagerplatz beanspruche. Darüber hinaus lasse sich bei Verwendung einer Erdgas-Dachheizzentrale auch noch der Schornstein einsparen.