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ASUE: Erneuerbare Energien über die Gasleitung nutzen

Die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE) weist auf die Möglichkeiten von Erdgas mit Bioanteilen hin. Der so angereicherte Energieträger soll vor allem in Erdgasautos und Kraft-Wärmekopplungs-Anlagen genutzt werden.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Kaiserslautern (red) - Wie die Arbeitsgemeinschaft mitteilt, lässt sich methanhaltiges Biogas mit einer entsprechenden Aufbereitung auf Erdgasqualität veredeln und in die vorhandenen Erdgasnetze einspeisen. Vorteile dieses Energieträgers seien die guten Speichermöglichkeiten, die Transportfähigkeit in bestehenden Gasnetzen sowie die Kohlendioxid-Bilanz. Bei der Verbrennunng würde nur so viel Kohlendioxid freigesetzt, wie die bei der Herstellung der Atmosphäre entzogen wurde.

Nach Angaben der ASUE arbeiten bereits viele Gasversorger mit Landwirten zusammen, um Bioanteile in das deutsche Gasnetz einzuspeisen. Zur Zeit ist allerdings die Aufbereitung des aus Gülle, Bioabfällen und Pflanzen Gases noch sehr aufwändig und nur bei großen Gasmengen wirtschaftlich. Die Bioanteile im Erdgas sollen überwiegend in Erdgasfahrzeugen und in Anlagen der Kraft-Wärmekopplung (KWK) eingesetzt werden. In KWK-Anlagen kann für den produzierten Strom der Bonus der EEG-Vergütung genutzt werden.

Nach ASUE-Schätzungen wird das Potential von regenerativem Gas in Deutschland im jahr 2030 bei rund 100 Milliarden Kilowattstubnden pro Jahr liegen. Dies entspricht etwa etwa zehn Prozent des heutigen deutschen Erdgasabsatzes.

Weitere Informationen zum Thema bietet die Arbeitsgemeinschaft auf ihrer Internetseite an.

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