Beispielrechnung

ASUE: Effizient Energie sparen im Altbau

Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE) gelten mehr als vier Millionen Heizungsanlagen in Deutschland als "energetisch veraltet". Die ASUE hat nun in einer Beispielrechnung die effizienteste Energiespar-Maßnahmen ermittelt.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Kaiserslautern (red) - In Altbauten sorgen häufig überdimensionierte oder veraltete Heizungsanlagen für hohe Energieverluste, so die ASUE. Aber auch ungedämmte Heizleitungen, Dächer und Wände sowie undichte Fenster führten zu hohen Wärmeverlusten. Mehrere Maßnahmen zum Energiesparen sind möglich. Doch welche ist auch wirtschaftlich sinnvoll?

Um die Frage nach der die effizienteste Energiespar-Maßnahme mit dem günstigsten Kosten/Nutzen-Verhältnis zu beantworten, hat die ASUE verschiedene Maßnahmen anhand einer aktuellen Beispielrechnung auf ihre Wirtschaftlichkeit hin überprüft. Ausgangsbasis dieser Berechnungen ist ein etwa 30 Jahre altes Einfamilienhaus auf damaligem Stand mit 150 Quadratmeter Wohnfläche und rund 82.000 Kilowattstunden jährlichem Energieverbrauch. Als Heiz- und Warmwasserbereitungssystem wird von einem Kessel mit Baujahr vor 1978 und einer Auslegungstemperatur von 90/70 Grad Celsius ausgegangen, dessen Rohrleitungen mäßig gedämmt wurden und das typischerweise um den Faktor 1,2 überdimensioniert ist.

Die effiziente Energiespar-Maßnahme ist nach den Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft der Austausch des alten Heizgerätes gegen ein modernes Erdgas-Brennwertsystem. Damit ließe sich der Jahresenergieverbrauch des Einfamilienhauses um 32 Prozent senken. Mit nur 23 Cent pro eingesparter Kilowattstunde lägen die Kosten vergleichsweise niedrig. Sowohl beim Austausch der Fenster durch Fenster mit Wärmeschutzverglasung als auch bei einer Außenwanddämmung sind die spezifischen Investitionen höher, um Energie einzusparen.