Anfangsverdacht

Arsen im Grundwasser von Landau

Erhöhte Arsenwerte im Grundwasser beschäftigt derzeit die Justiz in Landau. Ein Zusammenhang mit dem Erdwärmekraftwerk wird vermutet. Ob auch eine Straftat vorliegt, müsse noch geklärt werden. Ein Anfangsverdacht der fahrlässigen Gewässerverunreinigung besteht, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Geothermie Kraftwerk© visdia / Fotolia.com

Landau (dpa/red) - Nach dem Fund erhöhter Arsenwerte im Grundwasser von Landau (Rheinland-Pfalz) haben Ermittler und Experten das örtliche Erdwärmekraftwerk durchsucht. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Detlef Winter, betonte am Mittwoch, es bestehe der Anfangsverdacht der fahrlässigen Gewässerverunreinigung. Bis zu einem Ergebnis der Prüfungen könne es noch einige Wochen dauern.

Trinkwasser nicht belastet

Anfang April war bekannt geworden, dass das Wasser im Bereich der Anlage erhöhte Schwermetall- und Salzwerte aufweist. Ein Zusammenhang mit dem Kraftwerk wird vermutet. Weil eine Gewässerverunreinigung eine Straftat ist, war die Staatsanwaltschaft eingeschaltet worden. Die Trinkwasserversorgung ist laut Behörden aber nicht in Gefahr.

Untersuchung der Staatsanwaltschaft

Die Staatsanwaltschaft wies darauf hin, dass die Arsenbelastung möglicherweise von Thermalwasser verursacht wurde, das aus dem Bohrkreislauf der Anlage gedrungen sein könnte. Falls dies zutreffe, müsse geklärt werden, ob die Verantwortlichen das mutmaßliche Leck hätten erkennen können und Gegenmaßnahmen ergreifen müssen.

Um dies zu klären, seien bei der Durchsuchung am Freitag vergangener Woche Unterlagen und Daten sichergestellt worden. Ein Mitarbeiter der Betreibergesellschaft sagte: "Wir dürfen aufgrund der laufenden Untersuchungen kein Statement abgeben."

Quelle: DPA