Frist verlängert

Areva verzichtet bei Gebot für REpower auf Mindestannahmequote

Im Übernahmekampf um den Windkraftanlagenhersteller REpower verzichtet der französische Atomstromkonzern Areva auf die Mindestannahmequote seines Angebotes. Die Annahmefrist verlängere sich zugleich wegen der gesetzlichen Bestimmungen bis zum Ablauf des 4. Mai, teilte Areva gestern mit.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Paris (ddp-nrd/sm) - Neben Areva bemüht sich auch der indische Konzern Suzlon um die Hamburger. Suzlon hat sein Angebot Anfang April auf 150 Euro je REpower-Aktie erhöht, Areva bietet bislang 140 Euro. Bislang war die Umsetzung der Areva-Offerte daran gebunden, dass das Staatsunternehmen wenigstens die Mehrheit des REpower-Kapitals angedient bekommt. Durch die Fristverlängerung des Areva-Angebotes endet nun auch die Frist für die Suzlon-Offerte am 4. Mai.

Um REpower war Mitte Februar 2007 ein Übernahmekampf entbrannt, nachdem Areva ein Übernahmegebot vorgelegt hatte. Mitte März hatte Areva sein ursprüngliches Angebot von 105 Euro je Aktie um rund 33 Prozent auf 140 Euro aufgestockt.

Suzlon ist weltweit der fünftgrößte Windturbinenproduzent. Die Areva-Gruppe ist der weltweit größte Hersteller von Atomkraftwerken. Der REpower-Aufsichtsrat hatte beide Bieter bereits als "geeignete strategische Partner" bewertet und ihre Angebote positiv eingestuft.

REpower hat im vergangenen Jahr wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Gewinn nach Steuern hatte bei 7,1 Millionen Euro nach einem Verlust von 6,8 Millionen Euro im Jahr 2005 gelegen. Der Umsatz hatte sich um 40 Prozent auf rund 459 Millionen Euro erhöht.