Entscheidung

Areva lässt Übernahmeangebot für REpower fallen

Der Übernahmekampf um den Hamburger Windkraftanlagenhersteller REpower scheint entschieden. Der französische Areva-Konzern hat am Donnerstag mitgeteilt, sein Angebot fallenzulassen. Mit dem Konkurrenten Suzlon sei ein Kooperationsabkommen geschlossen worden.

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Paris (ddp/sm) - Der Übernahmekampf zwischen dem französischen Atomstromkonzern Areva und dem indischen Windturbinenproduzenten Suzlon um den Hamburger Windkraftanlagenhersteller REpower scheint entschieden. Areva teilte am Donnerstag in Paris mit, auf sein Angebot über 1,14 Milliarden Euro oder 140 Euro pro Aktie zu verzichten. Suzlon hatte zuletzt 150 Euro je Anteilsschein oder rund 1,2 Milliarden Euro geboten. Der Übernahmekampf war Mitte Februar entbrannt.

Die Annahmefrist für das Angebot wäre am Freitag ausgelaufen. Angesichts des späten Zeitpunkts für eine mögliche Angebotserhöhung sei es unwahrscheinlich, dass man noch die Stimmenmehrheit erreicht hätte, teilte Areva weiter mit. Mit Suzlon habe Areva ein Kooperationsabkommen geschlossen. Seine Beteiligung an REpower von knapp 30 Prozent werde Areva behalten.

Die Areva-Gruppe ist der weltweit größte Hersteller von Atomkraftwerken. Suzlon ist weltweit der fünftgrößte Windturbinenproduzent. Der REpower-Aufsichtsrat hatte beide Bieter bereits als "geeignete strategische Partner" bewertet und ihre Angebote positiv eingestuft.

REpower beschäftigt über 700 Mitarbeiter und hat im vergangenen Jahr wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Gewinn nach Steuern hatte bei 7,1 Millionen Euro nach einem Verlust von 6,8 Millionen Euro im Jahr 2005 gelegen. Der Umsatz hatte sich um 40 Prozent auf rund 459 Millionen Euro erhöht. Die Aktien gaben am Donnerstag um knapp zehn Prozent auf 150 Euro ab.