Verloren

ares Energie-Direkt GmbH unterliegt vor dem Landgericht Hannover

Die Stadtwerke Hannover erreichen ein Urteil auf Unterlassung wettbewerbswidriger werblicher Aussagen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Das Landgericht Hannover hat in seinem Urteil vom 27 Juli 2001 der ares Energie-Direkt GmbH untersagt, künftig gegenüber Kunden der Stadtwerke Hannover zu behaupten, dass die ares-Mitarbeiter von den Stadtwerken Hannover kommen. Außerdem dürfen die Vertreter bei ihren Haustürgeschäften den Kunden nicht mehr damit drohen, dass sie keinen Strom mehr erhalten, wenn sie den Vertrag (der Firma ares Energie-Direkt GmbH) nicht unterschreiben. Die Behauptung, dass die Stadtwerke Hannover Strom auch per Haustürgeschäfte vertreiben, wurde ares Energie-Direkt GmbH ebenfalls untersagt. Im Falle eines Verstoßes gegen das Urteil droht der ares Energie-Direkt GmbH die Zahlung eines Ordnungsgeldes von bis zu 100 000 DM.

Die Stadtwerke Hannover hatten auf Unterlassung geklagt, nachdem sich vermehrt Kunden meldeten. Hans-Joachim Meisner, Leiter der Abteilung Vertrieb Privatkunden, verurteilt die Vertriebspraktiken des Mitbewerbers. "Es spricht nichts dagegen, das ares versucht, uns Kunden abzuwerben. Dafür haben wir ja Wettbewerb. Dem Kunden muss aber klar werden, mit wem er gerade verhandelt. Wenn dann bei ihm der Eindruck entsteht, dass er mit einem Stadtwerke-Mitarbeiter spricht und nicht mit einem ares-Vertreter, erfüllt das den Tatbestand wettbewerbswidrigen Verhaltens."