Regionalversorgung im Wandel

ARE-Zahlenspiegel: Liberalisierung führte zu strukturellen Veränderungen

Die Arbeitsgemeinschaft regionaler Energieversorgungs-Unternehmen hat jetzt den Zahlenspiegel für das Jahr 1999 veröffentlicht. Etwa 69 Prozent des Bundesgebiets wird über das Netz der ARE-Mitglieder mit Strom versorgt.

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Die mit der Liberalisierung einsetzenden strukturellen Änderungen bei den Regionalversorgern schlagen sich erstmals in den Zahlen von 1999 nieder. Das zeigt ein Zahlenspiegel, den die Arbeitsgemeinschaft regionaler Energieversorgungs-Unternehmen e. V. (ARE) jetzt für das Jahr 1999 veröffentlicht hat. Anders als in den Vorjahren ist im neuen Zahlenspiegel ein getrennter Ausweis nach Ost und West nicht mehr enthalten. Ursache dafür sind bundesländerübergreifende Netzgebiete, in denen das zuständige Regionalunternehmen seine Lieferbeziehungen nicht mehr länderweise erfasst. Die Unternehmensdaten sind deshalb als Ganzes jeweils dem Bundesland zugeordnet worden, in dem das Unternehmen seinen Firmensitz hat.


Die Zahl der ARE-Mitgliedsunternehmen ist durch Fusionen von 49 auf 44 Unternehmen zurückgegangenen. Gut 69 Prozent des Bundesgebietes wurden über das Verteilungsnetz der ARE-Mitglieder unmittelbar mit Strom beliefert. Der darauf lebende Bevölkerungsanteil betrug unverändert 37 Prozent. Damit bezog jeder Dritte in Deutschland seinen Strom unmittelbar über das Netz eines Regionalversorgers. Da der Industrieanteil in den überwiegend ländlichen Gebieten der Regionalversorgung niedrig ist, lag der Anteil an der gesamten Stromabgabe im Vergleich zur Bevölkerung unterproportional bei 33 Prozent. Aus der Abgabe an Endkunden wurden bei den Regionalversorgern im Durchschnitt 17,25 Pfennig pro Kilowattstunde erlöst, das waren 1,87 Pfennig pro Kilowattstunde weniger als im Vorjahr. Im Tarifkundenbereich lagen die Durchschnittserlöse mit 23,16 Pfennig pro Kilowattstunde etwa 1,88 Pfennig niedriger als bei den übrigen Stromanbietern. Grundlage dieses Erfolges ist die Zusammenfassung einer Vielzahl von Gemeinden zu einer leistungsfähigen Flächenversorgung. Durch die gute Mischung unterschiedlicher Strukturen werden Synergieeffekte erzielt und Kosten gesenkt. Der Kunde profitiert durch günstige Strompreise und einem sicheren Netz, belegt der ARE-Zahlenspiegel.


Den Zahlenspiegel gibt es unter www.are-regional.de.