Energiebeschaffung

ARD-Wetterexperte Kachelmann weihte HSE-Wetterstation ein

Die HSE hatte bisher ihre Wetterdaten ausschließlich über den Deutschen Wetterdienst bezogen, dessen nächste Station allerdings in Frankfurt steht. "Diese Entfernung ist schon zu groß, denn unser Darmstädter Wetter unterscheidet sich oft erheblich von dem in Frankfurt", erläuterte der HSE-Bevollmächtigte Lothar Litters.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Darmstadt (red) - Egal ob Sonne, Regen oder Schnee - die regionalen Wetterverhältnisse werden jetzt im hessischen Darmstadt genau erfasst. Eine neue Wetterstation auf dem Gelände des Zentralklärwerks der HSE Abwasserreinigung Darmstadt GmbH misst ständig die aktuellen Daten und leitet diese per Telefonleitung an meteomedia, den Wetterdienst des ARD-Wetterexperten Jörg Kachelmann weiter. Die HEAG Südhessische Energie AG (HSE) nutzt die Wetterdaten dann dazu, den Energiebezug zu optimieren.

Vergangenen Freitag weihten Darmstadts Oberbürgermeister Peter Benz, ARD-Wettermann Jörg Kachelmann und Lothar Litters, HSE-Generalbevollmächtigter, die Wetterstation ein. "Wir freuen uns natürlich, dass die Stadt Darmstadt jetzt auch an den Wetterprognosen von meteomedia mitwirkt", sagte Oberbürgermeister Benz bei seiner Begrüßung. Lothar Litters ging auf die Bedeutung der Wetterstation für sein Unternehmen ein: "Auch wenn es auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich erscheint: Die HSE braucht ständig Wetterdaten und -prognosen, denn wie viel Gas und Strom verbraucht wird, hängt entscheidend von der Witterung ab."

Die HSE hatte bisher ihre Wetterdaten ausschließlich über den Deutschen Wetterdienst bezogen, dessen nächste Station allerdings in Frankfurt steht. "Diese Entfernung ist schon zu groß, denn unser Darmstädter Wetter unterscheidet sich oft erheblich von dem in Frankfurt", erläuterte Lothar Litters. Denn Strom- und Gasverbrauch seien sehr wetterabhängig. "Selbst wenn die Temperatur gleich bleibt, geht der Energieverbrauch im Winter bei Regen- oder Schneefall immer nach oben. Wenn dagegen die Sonne scheint, geht der Energieverbrauch zurück, da die Wohnungen durch die Sonne aufgewärmt werden."