15 Millionen Kilowattstunden

Arbeiten an Nearshore-Windkraftanlage abgeschlossen

Nachdem die letzten Arbeiten an der in Deutschland ersten Windkraftanlage im Wasser abgeschlossen sind, soll diese heute in Betrieb genommen werden. Die Anlage mit einer Leistung von 4,5 Megawatt ist rund 40 Meter von der Küste entfernt und dient als Testobjekt für weitere Windparks in der Nordsee.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Emden (ddp-nrd/sm) - Die Flügel von Deutschlands erster Windkraftanlage mit "nassen Füßen" sollen sich heute erstmals drehen. Die letzten Arbeiten an der Anlage seien abgeschlossen, um an dem Standort in der Emsmündung bei Emden mit der Stromproduktion beginnen zu können, sagte am Montag eine Sprecherin der Planungsfirma Enova im ostfriesischen Bunderhee. Die rund 40 Meter vom Deichfuß entfernte so genannte Nearshore-Anlage dient als Testobjekt für geplante Offshore-Windparks in der Nordsee.

Es handelt sich um eine Windenergieanlage E-112 des Auricher Herstellers Enercon mit einer installierten elektrischen Leistung von 4,5 Megawatt, die auch auf hoher See zum Einsatz kommen soll. Sie hat eine Nabenhöhe von 108 Metern und einen Rotordurchmesser von 114 Metern. Das 676 Quadratmeter große Fundament ist auf 40 Stahlrohrpfählen gegründet. Allein die vier Turmsektionen wiegen 820 Tonnen.

Die Anlage wurde im Auftrag des Oldenburger Energieversorgers EWE errichtet und soll rund 4500 Haushalte mit Strom versorgen können. Bei einer durchschnittlichen Windstärke wird mit einem Ertrag von rund 15 Millionen Kilowattstunden im Jahr gerechnet.