Forschungsvorhaben

Arbeiten an Fusionsforschungsanlage "Wendelstein 7-X" kommen voran

Nach jahrelangen Verzögerungen nimmt das Greifswalder Fusionsforschungsvorhaben "Wendelstein 7-X" allmählich Gestalt an. Inzwischen seien 14 der insgesamt 70 Magnetfeldspulen installiert worden, sagte Projektleiter Thomas Klinger vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik.

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Greifswald (ddp-nrd/sm) - Vor allem Probleme bei der Herstellung der komplizierten Spulensysteme in Deutschland, Italien und Großbritannien hatten mehrfach zu Montageverzögerungen geführt. Zudem stiegen die ursprünglich veranschlagten Kosten um 55 Prozent auf inzwischen 360 Millionen Euro.

Die Greifswalder Forscher hoffen nun, Mitte 2014 das erste Fusionsforschungsexperiment starten zu können. Ziel ist die Entwicklung eines industriemäßig betriebenen Fusionskraftwerks, in dem ähnlich wie auf der Sonnenoberfläche durch das Verschmelzen von Atomkernen Energie frei wird.