Strom-News
VorstoßAngesichts der anhaltend strengen Winterkälte appellierten in Berlin Verbraucherschutzsenatorin Katrin Lompscher und Sozialsenatorin Carola Bluhm (beide Linke) an die Versorgungsunternehmen, Energieabschaltungen zu unterlassen. Ein Unternehmen hat bereits mitgeteilt, den Gashahn nicht zuzudrehen.
Berlin (ddp/red) - Die Versorger sollten im Falle von Zahlungsrückständen kulant auf die aktuell besondere Situation reagieren, teilten die Senatorinnen am Freitag mit. Betroffene werden gebeten, sich bei drohender Strom-, Wärme- und Gasabschaltung direkt an das Energieversorgungsunternehmen zu wenden und Ratenzahlungen zu vereinbaren. Helfen können im Notfall die bezirklichen Sozial- und Grundsicherungsämter oder Arbeitsagenturen.
Zudem zeigten sich die Senatorinnen besorgt, dass die hohen Energiepreise für viele Bürger zu einem echten Problem geworden seien. Dringend notwendig ist den Politikerinnen zufolge in diesem Zusammenhang auch die gezielte Anhebung des Regelsatzes für "Hartz-IV"-Haushalte im Sinne einer automatischen Dynamisierung anhand der Strompreisentwicklung, damit Zahlungsrückstände bei Energieversorgungsunternehmen nicht erst entstehen.
Am Freitagmittag teilte die Erdgas Mark Brandenburg (EMB) mit, angesichts der frostigen Temperaturen vorerst darauf zu verzichten, Schuldnern das Gas abzudrehen. Bei säumigen Kunden werde die Sperrung von Gaszählern bis auf weiteres ausgesetzt. Bei bereits gesperrten Zählern biete die EMB Kulanzlösungen an. Betroffene Kunden erhalten dazu nähere Informationen unter 0180-27495-12 (6 Cent je Einwahl aus dem deutschen Festnetz).
Das Unternehmen rät Kunden zudem, die angebotenen staatlichen Hilfen zur Begleichung von Gasrechnungen in Notsituationen in Anspruch nehmen. Die EMB beliefert im westlichen Brandenburg Haushalts- und Kleingewerbekunden sowie Industriekunden mit Erdgas und Strom.
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