Rücklauf

Appell: Energiesparlampen gehören nicht in den Hausmüll

Die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner hat an die Bürger appelliert, ausgediente Energiesparlampen bei den Sammelstellen von Städten und Gemeinden abzugeben. Viele Geschäfte im Einzelhandel nähmen ebenfalls kostenfrei alte Energiesparlampen zurück.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Sigmaringen (red) - Die steigende Nachfrage bei Energiesparlampen sei erfreulich, so die Ministerin, weil damit Energie eingespart und so ein in der Summe nicht unbeachtlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet werde. Die Energiesparlampen enthielten jedoch vergleichsweise große Mengen an Umweltgiften wie Quecksilber, Blei und Cadmium, so Umweltministerin Gönner: "Energiesparlampen gehören deshalb nicht in den Hausmüll."

Über die Rücknahme in den dafür eingerichteten Sammelstellen könne dagegen eine Wiederverwertung der zwar giftigen, aber dennoch wertvollen Rohstoffe gewährleistet werden, sagte Gönner. Im vergangenen Jahr wurden nach einer aktuellen Schätzung landesweit rund sieben Millionen Energiesparlampen über Sammelstellen abgegeben. Damit liege der Rücklauf bei geschätzten 20 Prozent. "Die Quote ist deutlich steigerungsfähig. Jeder Einzelne kann durch die Rückgabe alter Energiesparlampen einen Beitrag zum Umweltschutz und zur Schonung von Rohstoffressourcen leisten", so der Appell von Umweltministerin Gönner.

Hintergrundinfos

Seit März 2006 dürfen Energiesparlampen laut Elektro- und Elektronikgerätegesetz nicht mehr im Hausmüll entsorgt werden. Sie können kostenfrei in den bei Städten und Gemeinden eingerichteten Sammelstellen oder vielfach auch im Einzelhandel zurückgegeben werden. Eine Energiesparlampe enthält zirka fünf bis sieben Milligramm (tausendstel Gramm) Quecksilber sowie Aluminium, Blei und Cadmium. Die Schwermetalle sind hochgiftig, zugleich aber auch wertvolle Rohstoffe, die der Wiederverwertung zugeführt werden können. Die Lebensdauer einer Energiesparlampe ist gegenüber herkömmlichen Glühbirnen bis zu zehn Mal länger; der Energieverbrauch liegt bei gleicher Leuchtkraft um bis zu 80 Prozent niedriger. Die höheren Kosten in der Anschaffung rechnen sich unterm Strich durch den geringeren Energieverbrauch und die längere Lebensdauer.