Holz, Sonne, Wind oder Wärmepumpe

Anzahl umweltfreundlicher Heizungen in vier Jahren verdreifacht

Schon vor dem aktuellen Energiepreisschock haben die Menschen in Deutschland bei der Heizung massiv auf erneuerbare Energien gesetzt. So hat sich die Zahl der Wohungen, die mit Holz oder anderen erneuerbaren Energien beheizt werden, von 2002 bis 2006 verdreifacht.

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Berlin (red) - Wie LBS Research auf Basis aktueller Daten des Statistischen Bundesamtes mitteilt, sind Bayern und Baden-Württemberg Vorreiter, 60 Prozent aller mit Erneuerbaren beheizten Objekte stehen in diesen beiden Ländern. Stark aufgeholt haben Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg, wo die Zahl der betreffenden Objekte seit 2002 um den Faktor 5 bis 7 angewachsen ist.

Am meisten sind die umweltfreundlichen Heizsysteme in Ein- und Zweifamilienhäusern verbreitet. Bei Gebäuden, die nach 2001 gebaut wurden, liegt die Quote am höchsten, denn beim Neubau können entsprechende Anlagen von vornherein eingeplant und mit dem relativ geringsten Aufwand realisiert werden. Dass aber auch der Gebäudebestand umgerüstet werden kann, zeigt die Tatsache, dass bereits gut sechs Prozent der bis 1918 fertig gestellten Wohnungen über Heizungen mit Holz, Solaranlagen oder Wärmepumpen verfügen. Unterdurchschnittlich sind diese Energiequellen dagegen noch in den Baujahrgängen 1949 bis 2000 vertreten.

Trend geht weg vom Heizöl

Wie viel sich in den letzten Jahren bei der Beheizungsstruktur bewegt hat, wird nach Auskunft von LBS Research auch aus anderen Zahlen deutlich. Während 2002 noch fast 32 Prozent aller Wohnungen mit Heizöl beheizt wurden, waren es 2006 nur noch rund 30 Prozent. Die Zahl der mit Kohle beheizten Wohnungen ist in den vier Jahren sogar um 35 Prozent zurückgegangen.

Lediglich Gas konnte als einziger fossiler Energieträger in dem Berichtszeitraum zulegen, fast die Hälfte aller Wohnungen werden mit Gas beheizt. Die Zahl der mit Fernwärme beheizten Objekte, die vor allem im Osten große Bedeutung haben, ist dagegen mit 4,8 Millionen genauso konstant geblieben wie die knapp 1,5 Millionen Wohnungen mit Stromheizung.