Großdemonstrationen gegen Atomkraft

Anti-Atomkraft-Bewegung: Demos in Berlin und Salzgitter

Die deutsche Anti-Atomkraft-Bewegung will ihren Widerstand gegen längere Laufzeiten der Kernkraftwerke und ein Endlager in Gorleben weiter verstärken. Demnach soll es zu Demonstrationen in Berlin und in Salzgitter kommen. In Salzgitter würden sogar mehr als 10.000 Teilnehmer erwartet.

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Gorleben/Salzgitter (ddp-nrd/red) – "Wir steuern auf die entscheidende Phase der Auseinandersetzung zu und wollen deshalb den Atom-Freunden einen heißen Sommer bereiten", sagte am Freitag der Sprecher der Organisation "Ausgestrahlt", Jochen Stay.

Kampagne "Schwarz-Gelb macht nur Müll!"

Bereits in den nächsten Tagen solle die Kampagne "Schwarz-Gelb macht nur Müll!" anlaufen, kündigte Stay an. Den Sommer über wolle die Anti-Atom-Bewegung auf Großplakatwänden in der ganzen Republik, in den Feriengebieten und im Berliner Regierungsviertel auf die möglichen Folgen des Weiterbetriebs der AKW hinweisen.

Großdemonstration in Berlin gegen Atomkraft

In Berlin planen Bürgerinitiativen und Umweltgruppen am 18. September eine Großdemonstration gegen Atomkraft. Dabei werde das ganze Regierungsviertel umzingelt, "um deutlich zu machen, dass die Bevölkerung endlich raus will aus der Atomkraft", sagte Stay. Eine Demonstration solle es auch im November in Dannenberg geben, wenn ein weiterer Castortransport mit hochradioaktivem Atommüll in Gorleben erwartet werde.

Weitere Demonstrationen auch in Salzgitter

Peter Dickel von der atomkraftkritischen Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad kündigte für den 29. September eine weitere Demonstration in Salzgitter gegen das dort geplante Endlager für schwach und mittelradioaktiven Müll an. Erwartet würden mehr als 10.000 Teilnehmer, darunter auch zahlreiche Gewerkschafter aus örtlichen Metallbetrieben.