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Studie

Anteil der Ökostromkunden steigt auf 20 Prozent

In der Theorie sind die Deutschen beim Umweltschutz ganz weit vorne und verlangen von der Regierung mehr Einsatz für die Umwelt. Beim persönlichen Engagement sieht es indes ganz anders aus. Laut einer neuen Studie nimmt der Anteil der Käufer energieeffizienter Geräte ab anstatt zu, doch immerhin steigt die Zahl der Ökostromkunden.

Ökostromerzeugung© VRD / Fotolia.com

Berlin (dapd/red) - Rund zwei Drittel der Deutschen verlangen von der Bundesregierung mehr Anstrengungen beim Umwelt- und Klimaschutz. Wie aus der neuen Umweltbewusstseinsstudie hervorgeht, sind 64 Prozent der Befragten der Auffassung, die Regierung müsse in diesem Bereich mehr tun. Für 35 Prozent ist Umweltschutz eines der wichtigsten Probleme in Deutschland - nach der Wirtschafts- und Finanzpolitik, die 36 Prozent als vordringlich bezeichneten. Lediglich sechs Prozent der Befragten forderten von der Bundesregierung weniger Engagement.

Die Studie, die am Freitag in Berlin vorgestellt werden sollte, wird seit 1996 alle zwei Jahre vom Bundesumweltministerium und vom Umweltbundesamt erhoben. Befragt wurden im Juli und August 2.000 Personen.

Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis

Die Untersuchung zeigt jedoch auch, dass aus einem hohen Umweltbewusstsein nicht zwingend umweltgerechtes Verhalten folgt: So gaben 60 Prozent der Befragten das Auto als Hauptverkehrsmittel im Alltag an, lediglich ein knappes Viertel nannte den öffentlichen Nahverkehr. Rund ein Drittel kauft eigenen Angaben zufolge nie Bioprodukte, allerdings auch, weil die befragten Zweifel an der Umweltfreundlichkeit der Produkte haben. Der Anteil der Käufer energieeffizienter Geräte fiel von 65 Prozent auf 52 Prozent.

Gestiegen ist dagegen der Anteil der Ökostromkunden: Ihr Anteil stieg seit der Befragung 2010 von 8 auf 20 Prozent. Auch Geldanlagen in erneuerbare Energien erfreuen sich zunehmender Beliebtheit: Während es 2010 lediglich 4 Prozent waren, die ihre Rücklagen in Öko-Fonds anlegten, waren es 2012 schon 12 Prozent. Ebenfalls gestiegen ist die Zahl derjenigen, die beispielsweise durch Flugreisen erzeugte CO2-Emissionen durch Ausgleichszahlungen kompensieren, nämlich von 3 auf 9 Prozent.

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