Preisentwicklung

Anstieg der Verbraucherpreise schwächt sich im Mai ab

Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich im Mai offenbar etwas abgeschwächt. Das ergibt sich aus den Berechnungen der Bundesländer Bayern, Sachsen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Brandenburg. Als Grund nennen die Statistiker unter anderem eine leichte Entspannung bei den Energiepreisen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Auf Jahressicht wirken die Kosten für Benzin, Heizöl und Strom allerdings weiter preistreibend. Die bundesweite Teuerungsrate auf der Grundlage der Daten aus sechs Bundesländern veröffentlicht das Statistische Bundesamt voraussichtlich am Freitag. Im April hatte die Jahresrate 2,0 Prozent betragen.

In Baden-Württemberg betrug die Teuerung im Mai nach Angaben des Statistischen Landesamtes 0,1 Prozent auf Monatssicht und 1,9 Prozent auf Jahressicht. Im April hatte die Behörde noch eine Inflation von 0,4 Prozent gegenüber März und 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnet. Weit überdurchschnittlich verteuerten sich gegenüber Mai 2005 Haushaltsenergien mit einem Plus von 13,6 Prozent. Besonders um 32,8 Prozent höhere Kosten für Heizöl belasteten die Budgets der Haushalte.

Auch im Saarland stellten die Statistiker einen Anstieg um 0,1 Prozent für die Monatsfrist und 2,0 Prozent für die Jahresfrist fest. Für den Energiesektor wurde eine uneinheitliche Preisentwicklung festgestellt: Gas, Fernwärme und Umlage für Zentralheizung wurden etwas teurer (0,6 bis 1,1 Prozent), Heizöl gab um 0,5 Prozent nach.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen zeichnet das Statistische Landesamt ein ähnliches Bild. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent und auf Jahressicht um 1,7 Prozent, vor allem aufgrund höherer Energiekosten. Im April hatte die Behörde eine Inflation von 0,3 Prozent auf Monats- und 1,9 Prozent auf Jahressicht festgestellt.

In Bayern schwächte sich der Anstieg der Verbraucherpreise im Mai gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Punkte auf 2,3 Prozent ab, wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilte. Im Vergleich zum Vormonat verteuerten sich im Mai Waren und Dienstleistungen um 0,2 Prozent.

Auch in Sachsen wirkten die Energiepreise nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes preistreibend. Gegenüber April stellten sie ein Plus von 0,3 Prozent fest und gegenüber dem Vorjahresmonat von 2,5 Prozent, 0,1 Prozentpunkte weniger als im April.

In Brandenburg stiegen die Verbraucherpreise nach Angaben der dortigen Behörde von April auf Mai um 0,1 Prozent und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,3 Prozent. Im April hatten die Statistiker Teuerungsraten von 0,4 und 2,5 Prozent festgestellt.