Nicht einig

Anhörungstermin zu Leukämiefällen in Elbmarsch noch offen

Die Regierungsparteien haben einen von der Opposition verbreiteten Anhörungstermin zu den Leukämiefällen in der Elbmarsch in Frage gestellt. Demnach ist der als voraussichtlicher Termin genannte 21. und 22. März "auf keinen Fall zu realisieren", so Fraktionssprecher von CDU und FDP am Donnerstag.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Hannover (ddp-nrd/sm) - SPD und Grüne hätten einen solchen Termin "fälschlicherweise bekannt gegeben", obwohl ein Termin für die Expertenanhörung im Sozialausschuss definitiv noch nicht feststehe.

Die Terminfestlegung richte sich nicht nach den Wünschen einzelner Politiker, sondern nach den zeitlichen Möglichkeiten der Experten, sagte der sozialpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Norbert Böhlke. Aus seiner Sicht wäre es gut, wenn die Fraktionen bei der Ursachenforschung für die Leukämiefälle an einem Strang zögen. Das Thema eigne sich nicht, "um sich mit marktschreierischen Mitteln in der Öffentlichkeit profilieren zu wollen".

Der Sozialausschuss des Landtags hat Experten eingeladen, die eine wissenschaftliche Bewertung der gehäuft auftretenden Leukämiefälle in der Elbmarsch abgeben sollen. Insbesondere die Herkunft der in Bodenproben gefundenen millimetergroßen Hohlkügelchen bedürfe einer wissenschaftlichen Untersuchung, hieß es.

Die niedersächsische Landesregierung hatte Ende 2004 den Bericht einer vom Land eingesetzten Expertenkommission vorgelegt. Dieser konnte für die Häufung von Leukämiefällen bei Kindern im Umfeld des schleswig-holsteinischen Kernkraftwerks Krümmel keine wissenschaftlich begründbare Erklärung liefern.