Werkstoffproblem

Angeblich keine Gefahr durch Stahlsorte am AKW Grohnde

Die Bundesregierung sieht derzeit keine Gefahr durch die Verwendung einer bestimmten Stahlsorte am Reaktordruckbehälter des niedersächsischen Atomkraftwerks Grohnde (Landkreis Hameln-Pyrmont). Der fragliche Werkstoff, die Stahlsorte 22NiMoCr3-7, sei innerhalb des atomrechtlichen Genehmigungsverfahrens von der Landesregierung geprüft worden.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin/Grohnde (dapd/red) - So heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linke-Bundestagsfraktion. Der "spezifikationsgerechte Zustand" sei sowohl in der Fertigungsendprüfung als auch bei mehreren anschließenden Überprüfungen mehrfach bestätigt worden.

Checks alle vier Jahre

Der Reaktordruckbehälter wird nach Auskunft der Regierung alle vier Jahre mittels Ultraschall überprüft. Die jüngste Prüfung habe im Jahr 2008 stattgefunden. Atomkraftgegner hatten erklärt, beim Bau des AKW in den 1970er Jahren sei nicht geeigneter Stahl verwendet worden.