Zuversichtlich

Analyse: Windkraft übertrifft EU-Erwartungen

Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan prognostiziert dem Europamarkt für erneuerbare Energien in einer aktuellen Analyse ein robustes Wachstum: Bis 2005 sollen die Umsätze im Jahresdurchschnitt um zwölf Prozent und die installierte Kapazität um 16 Prozent zunehmen.

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Die erneuerbaren Energieträger wurden lange Zeit vernachlässigt. Jetzt sind sie in Europa stark im Kommen. Unterstützt durch die öffentliche Hand und vor allem durch die EU, gewinnen sie neben den fossilen Energieträgern und der Atomenergie immer mehr an Bedeutung. Entsprechend prognostiziert die Unternehmensberatung Frost & Sullivan dem Europamarkt für erneuerbare Energien ein robustes Wachstum: Bis 2005 sollen die Umsätze im Jahresdurchschnitt um zwölf Prozent und die installierte Kapazität um 16 Prozent zunehmen. Bereits im Jahr 2001 erwirtschafteten die Sektoren Windkraft, photovoltaische Sonnenenergie, Biomasse, Kleinwasserkraft, Erdwärme und Solarthermie über die Installation komplett neuer Anlagen gemeinsam einen Umsatz von 4,57 Milliarden US-Dollar, heißt es in einer aktuellen Analyse der Unternehmensberatung.

Aufwind würden die alternativen Energien durch Anreize und Subventionen auf nationaler Ebene, die Einführung von grünen Zertifikaten und grünen Tarifen und den Rückgang von Installations- und Erzeugungskosten erhalten. Laut Harald Thaler und Ian French, Energiespezialisten bei Frost & Sullivan, ist davon auszugehen, dass die Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern übertroffen werden, wobei allerdings im Sektorenvergleich mit signifikanten Abweichungen zu rechnen sei. "Den größten Schub erwarten wir bei der Windkraft. Die Kleinwasserkraft wird sich gemäß den Zielsetzungen entwickeln, während die Biomasse wohl eher hinter den Erwartungen zurückbleibt", so die Autoren der Analyse. Damit widerspricht Frost & Sullivan den Prognosen, dass die Biomasse mit geschätzten 75 Prozent Zunahme bis 2010 der größte Wachstumsmarkt ist. Der Biomasse-Sektor hat laut Analyse im Jahr 2001 mit einem Anteil von 43,3 Prozent und Umsätzen in Höhe von 561,5 Millionen US-Dollar im Leistungsbereich über einem Megawatt bereits seinen Höhepunkt erreicht, so dass die Steigerungsraten in den kommenden Jahren eher zurückgehen werden.

Dass vor allem die Windkraft von den neuen EU-Vorschriften profitieren wird, begründet Frost & Sullivan mit der großen Zahl an direkten Subventionsprogrammen. Dabei wertet die Unternehmensberatung die EU-Zielerwartung für die Windkraft mit 40 Gigawatt (2010) als deutlich zu niedrig: "Unsere Prognosen lauten auf eine installierte Kapazität von 62,9 Gigawatt im Jahr 2010 und von 144,9 Gigawatt in 2020", so Thaler. Die größten Wachstumsraten seien zudem im noch kleinen Markt für photovoltaische Sonnenenergie zu erwarten.

Die Analyse mit dem Titel: "Frost & Sullivan’s Analysis Of European Renewable Energy Markets" (Report 3999) ist für 6000 Euro erhältlich. Weitere Informationen unter www.power.frost.com.