Abrechnung

Analyse von Techem: Heizkosten stiegen weiter kräftig an

Die Heizkosten in Deutschland verteuern sich weiter kräftig: 2001/2002 stiegen sie gegenüber der vorherigen Heizperiode bei Öl um durchschnittlich zehn und bei Erdgas sogar um fast 17 Prozent. Der Energieverbrauch nahm im gleichen Zeitraum hingegen um lediglich zwei Prozent zu. Diese Zahlen ermittelte der Erfassungs- und Abrechnungsdienstleister Techem.

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Im Schnitt mussten die Deutschen in der Periode 2001/2002 für eine ölversorgte Wohnung mit durchschnittlich 68 Quadratmetern Wohnfläche 499 Euro an Heizkosten zahlen. 1998/99 waren dafür beim Öl 335 Euro fällig - binnen drei Jahren bedeutet das einen Anstieg um 49 Prozent. Die Kosten für erdgasversorgte Wohnungen verteuerten sich im gleichen Zeitraum um 36 Prozent von 403 auf 550 Euro. Ganz entscheidend wurde der Kostenanstieg von den Brennstoffpreisen beeinflusst. Während diese sich bei Heizöl um knapp neun und bei Erdgas um 17 Prozent erhöhten, blieben die Nebenkosten (Betriebsstrom, Wartung, Kaminreinigung, Verbrauchserfassung etc.) mit etwa zwei Prozent Steigerung moderat.

Die höchsten Kostensteigerungen bei der Heizölversorgung hatten die Regionen um München (21 Prozent), Marburg (18 Prozent), Freiburg, Rosenheim, Schwerin und Stuttgart (je 17 Prozent). Am glimpflichsten kamen die Regionen um Essen (4 Prozent), Hannover (5 Prozent), Bremen und Münster (je 7 Prozent) davon.

Nach der Techem-Analyse waren die Heizkosten pro Wohnung im Raum Augsburg (438 Euro pro Wohnung), Schwerin (446 Euro) und Essen (477 Euro) am niedrigsten, in der Region um Frankfurt am Main (531 Euro), Mannheim (548 Euro) und Marburg (552 Euro) am höchsten. Dabei spielten die unterschiedlichen Wohnungsgrößen in den Regionen eine nicht unerhebliche Rolle.