Negative Preise

An 17 Tagen zu viel Strom im Netz

Der Strommarkt in Deutschland zeigt sich anhand steigender Kohle- und Ökostromproduktion mehr als bewegt. Tage mit negativen Strompreisen haben sich im Vergleich zu 2012 vermehrt, Exportüberschüsse kletterten nach oben. Der Ökostrom konnte im März einen Rekordwert verzeichnen.

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Berlin (dpa/red) - Die wetterabhängige Ökostromproduktion bei einer zugleich steigenden Erzeugung von Kohlestrom bringt den Strommarkt zunehmend in Turbulenzen. Nach Angaben der Strombörse Epex Spot gab es 2013 in Deutschland an 17 Tagen negative Strompreise - es musste wegen zu viel Strom im Netz noch Geld für die Abnahme bezahlt werden. Im Jahr zuvor habe es an 15 Tagen negative Strompreise gegeben.

Ökostrom-Rekordtag im März

Der Strombörsenpreis im kurzfristigen Einkauf sank auf 37,78 Euro je Megawattstunde (2012: 42,60 Euro). Der Exportüberschuss kletterte nach vorläufigen Branchenangaben auf den Rekord von 33 Milliarden Kilowattstunden (kWh). Nach Berechnung der Denkfabrik Agora Energiewende können es 2013 netto sogar 37,3 Milliarden kWh gewesen sein. Der meiste Strom ging netto nach Österreich und die Niederlande. Der 24. März war laut Agora ein Ökostrom-Rekordtag 2013: Es gab über 32.500 Megawatt Wind- und Solarstrom. Zu 58,8 Prozent wurde damit der Strombedarf gedeckt.

Quelle: DPA