Hohe Strompreise

Aluminiumhersteller fordert Entlastung bei Strompreisen

Deutschlands größter Aluminiumhersteller droht mit der Schließung von Werken, sollten Regierung und Parlament ihn nicht bei den Strompreisen entlasten. Der Handel mit CO2-Zertifikaten verteuere den Strom, wovon das energieintensive Unternehmen besonders betroffen sei.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Essen (afp) - "Wir stehen mit dem Rücken zur Wand, sollte die Politik bei ihren bisherigen Planungen bleiben", sagte der Alleineigentümer und Aufsichtsratschef der Essener Trimet, Heinz-Peter Schlüter, der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" von Freitag. Schlüter kritisierte, der Handel mit Kohlenstoffdioxidzertifikaten lasse die Strompreise stark ansteigen, wovon sein Unternehmen besonders betroffen sei. Trimet steht nach seinen Angaben für ein Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland.

Schlüter forderte von der Politik deutliche Entlastungen bei den Energiekosten: "Die Entscheidung, ob die Aluminiumindustrie in Deutschland eine Chance hat, liegt bei der Politik", sagte der Trimet-Eigentümer. "Wenn wir keine Lösung finden, werden wir unsere Werke schließen müssen", drohte er. Trimet beschäftigt bundesweit rund 1700 Mitarbeiter. Zu den wichtigsten Kunden des Unternehmens gehört die Automobilindustrie.