Altmonopolisten treten Rückzug an

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com
Die nur noch kleine Riege der Altmonopolisten, die Wechselkunden mit Stromabstellung drohen und so versuchen, den Wettbewerb im Strommarkt zu blockieren, bröckelt zusehends: Nach der ostdeutschen e.dis und den Münchner Stadtwerken, haben jetzt auch die Stadtwerke Eberswalde (Brandenburg) und Eilenburg (Sachsen) eingelenkt.


Nach Klageandrohung des Kölner Stromanbieters Yello Strom sind die Stadtwerke Eberswalde jetzt bereit, bis zur endgültigen Durchleitung eine Strombeistellung zu akzeptieren. Die Stadtwerke Eilenburg, die wie die Stadtwerke München ihren Kunden rechtswidrig mit einer Stromabschaltung drohten, haben gestern vor dem Landgericht Leipzig eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgeben müssen. Das heißt, sollte es nunmehr bei Yello-Kunden zu einer Stromabschaltung kommen, müssen die Stadtwerke Eilenburg eine hohe Geldstrafe zahlen. Zudem wird in der nächsten Woche über eine Strombeistellung verhandelt, bis es in Kürze zur Durchleitung kommt. Yello-Sprecher Ingo Bücher: "Das ist ein Sieg für die Verbraucher auf breiter Front. An diesen Fällen sieht man, dass es allemal besser ist, einen positiven Wettbewerbsbeitrag zu leisten, als Kunden zu drohen und sich so einer Liberalisierung des Strommarktes in den Weg zu stellen."