Ökologische Verdienste

Altkanzler Schröder lobt rot-grüne Umweltpolitik

Bei der Vorstellung eines Buches über den UN-Weltklimareport lobte Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) die Umweltpolitik seiner Regierungszeit und machte damit seiner Nachfolgerin Angela Merkel (CDU) die Lorbeeren für die Erfolge beim Klimaschutz streitig.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Bei der Vorstellung des Buches "Der UN-Klimareport. Bericht über eine aufhaltsame Katastrophe" lobte der Altkanzler den Umweltstaatssekretär Michael Müller als einen der Herausgeber des Werkes. Auch wenn man früher – beispielsweise bei der Agenda-Politik – "gelegentlich auseinandergehende Meinungen" gehabt habe, bekundete er Müller seinen "Respekt" für dessen "intellektuelle Brillanz", so Schröder. Müller habe schon "seit Jahrzehnten" auf die Notwendigkeit des Klimaschutzes und einer nachhaltigen Energiepolitik hingewiesen.

Gleichzeitig erinnerte der ehemalige Kanzler an die ökologischen Verdienste seiner Regierungszeit. Es sei "ein bisschen in Vergessenheit geraten", dass Rot-Grün in der Umweltpolitik eine wirkliche Wende vollzogen habe, "gegen heftigsten Widerstand der CDU/CSU", betonte Schröder mit Blick auf den Streit um die Ökosteuer und den Atomausstieg. Offenkundig mit Blick auf Merkel fügte er hinzu, seine Regierung habe Umweltpolitik gemacht und nicht nur darüber gesprochen. Alles, was gegenwärtig offizielle Politik in Sachen Klimaschutz sei, habe seine Wurzeln in der Ära von Rot-Grün.

Dann konnte sich Schröder einen tagesaktuellen Seitenhieb auf die Union nicht verkneifen. Genüsslich zitierte er aus dem neuen Grundsatzprogramm der CDU, wo es heißt: "Im Rahmen unserer Klimaschutzstrategie streben wir eine Laufzeitverlängerung von sicheren Kernkraftwerken an." Da müsse man ja schon froh sein, dass die Union nicht auch eine Verlängerung für unsichere Atomkraftwerke wolle, sagte Schröder und grinste.