Abschaffung des EEG

Alternative Anbieter kritisieren Pläne der Stromwirtschaft

"Die Kohle- und Atomlobby will die Dynamik der erneuerbaren Energien in Deutschland ein für alle mal brechen und dann unter ihre Kontrolle bringen", sagte Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), zu den am Wochenende bekannt gewordenen Plänen der deutschen Stromkonzerne.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Die alternativen Stromanbieter werfen den Stromkonzernen vor, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) abschaffen zu wollen. "Die Kohle- und Atomlobby will die Dynamik der erneuerbaren Energien in Deutschland ein für alle mal brechen und dann unter ihre Kontrolle bringen", sagte der Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), Johannes Lackmann, zu den am Wochenende bekannt gewordenen Plänen der deutschen Stromkonzerne.

Nach Informationen mehrerer Zeitungen wollen die Mitgliedsunternehmen des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft anbieten, die bisher gesetzlich vorgeschriebenen hohen Mindestpreise für Strom aus Wind, Sonne oder Biomasse durch ein so genanntes Bonus-Modell zu ersetzen.

Mit diesem Instrument hätten die Konzerne zuvor schon den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in Deutschland zum Erliegen gebracht, erklärte Lackmann. Ähnlich wie beim KWK-Gesetz solle Strom aus erneuerbaren Energien keine festen Vergütungen mehr erhalten, sondern einen Bonus, der später in ein Zertifikatehandelssystem überführt werden soll. Dies verhindert laut Lackmann den Ausbau der alternativen Energien, erhöht die Kosten und drängt kleine und mittelständische Erzeuger aus dem Markt.