Milliardenkosten

Alte Braunkohlenreviere werden zu attraktiven Landschaften

Mit Bundes- und Landesmitteln in Milliardenhöhe wurden einstige Mondlandschaften in attraktive Naherholungsgebiete mit zahlreichen künstlichen Seen umgewandelt. Insgesamt flossen von 1990 bis Ende vergangenen Jahres etwa 8,5 Milliarden Euro in die Sanierung der einstigen Braunkohle-Tagebaugebiete.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Zwenkau (ddp-lbg/red) - Allein im vergangenen Jahr seien mehr als 227 Millionen Euro in die Braunkohlesanierung geflossen, wie die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) mitteilt.

"Das ist die größte Landschaftsbaustelle Europas", betonte LMBV-Geschäftsführer Mahmut Kuyumcumit Blick auf die etwa 100.000 Hektar großen Flächen, von denen ein Fünftel als Naturschutzgebiete ausgewiesen werden sollen. Das Geld sei vom Bund sowie den Ländern Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bereitgestellt worden. Davon entfielen Kuyumcu zufolge etwa 108 Millionen Euro auf Brandenburg, 83 Millionen Euro auf Sachsen, 34 Millionen Euro auf Sachsen-Anhalt sowie 1,6 Millionen Euro auf Thüringen.

Künstliche Seen und neue Landschaften

Mit dem Geld wurden nach den Worten des LMBV-Chefs künstliche Seen angelegt und deren Wasserqualität verbessert. Zudem entstünden neue Landschaften. "Mit der Flutung der Seen steigt das Grundwasser. Das ist eine weitere Herausforderung", betonte Kuyumcu.

"Das Leipziger Neuseenland und das Lausitzer Seenland werden Regionen überregionaler Ausstrahlung, vielleicht sogar über Deutschland hinaus", erklärte der LMBV-Chef. Das Lausitzer Revier habe elf Seen zu bieten, die mit 13 schiffbaren Kanälen untereinander verbunden werden sollen. Insgesamt solle in der Lausitz eine Wasserfläche von 7000 Hektar entstehen.

Die LMBV beschäftigt nach eigenen Angaben Ende vergangenen Jahres 658 Bergbauingenieure, Immobilienwirte und Kaufleute in Senftenberg, Leipzig und Berlin.