Greenpeace

Alte Atomkraftwerke in Deutschland sind überflüssig

Deutschlands sieben älteste Atomkraftwerke tragen Jahr für Jahr weniger zur Stromerzeugung bei. Laut Greenpeace könnten diese Meiler sofort abgeschaltet werden, ohne dass dies die Stromversorgung in Deutschland beeinträchtigt, das Abschalten hätte keine Folgen wie Versorgungslücken oder Stromausfälle.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Hamburg (red) – Die Atomenergie wird in Deutschland immer unerheblicher. Die sieben ältesten Atomkraftwerke speisen laut Greenpeace jedes Jahr geringere Anteile ins deutsche Stromnetz und könnten daher auch gleich abgeschaltet werden. Es entstünden dadurch keine Versorgungsengpässe oder Stromausfälle betont Heinz Smital, Atomexperte von Greenpeace.

Anteil der Atomenergie sinkt seit 2001 jährlich

"Viele alte Meiler stehen wegen technischer Probleme sowieso die meiste Zeit still und zeigen so, wie unzuverlässig und überflüssig die Hochrisikotechnologie Atomkraft ist", so Smital. Im Jahr 2001 haben Deutschlands sieben älteste Atomkraftwerke Biblis A und B, Brunsbüttel, Neckarwestheim 1, Isar 1, Philippsburg 1 und Unterweser neun Prozent des Strombedarfs in Deutschland erzeugt. Seitdem Jahr sinkt der Anteil tendenziell, der niedrigste Anteil wurde in 2007 mit 4,8 Prozent festgestellt.

Strom aus Erneuerbaren bleibt teilweise ungenutzt

Laut Greenpeace wächst die Produktion von Strom aus Wind, Sonne und Wasser so stark, dass er wegen Überproduktion zeitweise nicht mehr ins Stromnetz eingespeist werden kann. Wenn die sieben Meiler vom Netz gingen, seien nicht nur keine Lücken bei der Stromversorgung zu befürchten, sondern auch ein großer Gewinn für die Sicherheit erreicht, so Smital.