Kritik von den Grünen

Al Gore hält Vortrag auf EnBW-Klimakongress in Berlin

Der frisch gekürte Friedensnobelpreisträger Al Gore nimmt heute in Berlin am zweiten Deutschen Klimakongress teil. Er werde seine Präsentation zu den Gefahren des Klimawandels zeigen und im Anschluss Rede und Antwort stehen. Die Grünen kritisieren EnBW für die Einladung des Umweltschützers.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Der Konzern versuche, sich mit der Einladung Al Gores "ein klimapolitisches Feigenblatt zuzulegen", sagte Fell. Die geplanten Investitionen des Konzerns sprächen dagegen eine andere Sprache: "In den nächsten Jahren baut EnBW fossile Kraftwerke mit einer Leistung von rund 3000 Megawatt, was neue große Mengen an CO2 Emissionen bedeutet. Gleichzeitig sind aber nur 500 Megawatt an Erneuerbaren Energien geplant."

Gore sollte am Dienstagabend auf dem Kongress in Berlin eine Ansprache unter dem Titel "Eine unbequeme Wahrheit" halten. Zuvor ist eine kurze Unterredung Gores mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geplant. Thema des eintägigen Kongresses ist die "Ökonomie des Klimawandels".

Das Nobelpreiskomitee hatte am 12. Oktober mitgeteilt, dass Gore in diesem Jahr den Friedensnobelpreis zusammen mit dem Weltklimarat (IPCC) erhält. Damit wird ihr Einsatz geehrt, das Wissen um den menschengemachten Klimawandel zu erweitern und zu verbreiten. Die Auszeichnung ist mit umgerechnet rund 1,1 Millionen Euro dotiert. Sie wird am 10. Dezember in Oslo verliehen.