Rückbau

AKW-Turbinen ziehen nach Ägypten um

Stahlteile aus einem nicht radioaktiven Bereich des stillgelegten Atomkraftwerks in Mülheim-Kärlich sind auf den Weg nach Ägypten. Der Meiler wird schon seit sieben Jahren zurückgebaut; jetzt sollen zwei 190 Tonnen schwere Turbinen in einem ägyptischen Gaskraftwerk eingesetzt werden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Mülheim-Kärlich (dapd/red) - Die beiden jeweils 190 Tonnen schweren Turbinen wurden am Mittwoch auf ein Schiff verladen und sollen zunächst über den Rhein nach Eemshaven in den Niederlanden gebracht werden, wie ein Sprecher des Kraftwerkes mitteilte.

Turbinen sind nicht radioaktiv kontaminiert

Den Angaben zufolge wurden die Turbinen und Generatoren aus dem nicht radioaktiven Maschinenhaus an eine Logistik- und Projektbetreuungsfirma in Frankfurt verkauft. Diese wollen damit ein Gaskraftwerk in Ägypten betreiben. Bis Ende des Jahres soll das Maschinenhaus leer geräumt und insgesamt 9.000 Tonnen Stahl abtransportiert werden.

AKW wird seit sieben Jahren zurückgebaut

Das Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich (Kreis Mayen-Koblenz) wurde 1986 fertiggestellt, musste aber wegen einer fehlerhaften Baugenehmigung schon 1988 wieder vom Netz genommen werden. Der Rückbau dauert bereits sieben Jahre.