AKW Temelin: Nach Vorfall erneut Proteste

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Am Samstag ist das umstrittene Atomkraftwerk Temelin in der Nähe der tschechisch-österreichischen Grenze wegen eines Ausfalls von Wasserpumpen im Kühlsystem erneut abgeschaltet worden. Kurz zuvor war dem Kraftwerk die Erlaubnis erteilt worden, die Leistung von zwölf auf 30 Prozent zu erhöhen. Dies war insgesamt der vierte Zwischenfall seit dem Anfahren vor neun Wochen.


Erst in der vergangenen Woche haben der österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und sein tschechischer Kollege Milos Zeman die Einsetzung einer internationalen Expertengruppe vereinbart, die die Anlage unter Aufsicht der EU auf ihre Umweltverträglichkeit prüfen soll. Nach dem neusten Zwischenfall protestierten allerdings wieder etwa 500 Atomkraftgegner am bayrischen Grenzübergang Philippsreut und am oberösterreichischen Grenzposten Wullowitz gegen den Betrieb und forderten die sofortige Stilllegung.