Unvermeidliche Konsequenz

AKW Philippsburg: Bericht der Landesamtomaufsicht unzureichend

Bei den EnBW-Atomkraftwerken seien vertiefte sicherheitstechnische Kontrollen erforderlich, hat Umweltminister Trittin gestern bekannt gegeben. Morgen trifft sich die Reaktorsicherheitskommission zu einer Sondersitzung.

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Nach dem Eingeständnis weiterer Sicherheitsmängel in den Kernkraftwerken der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) in Neckarwestheim und Obrigheim hält das Bundesumweltministerium vertiefte sicherheitstechnische Kontrollen für erforderlich. Der von der Atomaufsicht des Landes vorgelegte Bericht ist nach Aussage des Ministeriums unzureichend.

Aus diesem Grund hat das Umweltministerium den fachlich zuständigen Ausschuss der Reaktorsicherheitskommission zu einer Sondersitzung am 31. Oktober einberufen und die Atomaufsicht des Landes Baden Württemberg sowie die Betreiber gebeten, vor der Kommission zu berichten. Nach Angaben von Umweltminister Trittin sei die vorläufige Abschaltung des Blocks 2 eine "richtige und unvermeidliche Konsequenz aus der Tatsache gewesen, dass die Atomaufsicht erhebliche Mängel im Sicherheitsmanagement der Anlage festgestellt hat". Um die Ursachen des Fehlverhaltens des Betriebspersonals und der sonstigen Verantwortlichen zu klären und Maßnahmen zu treffen, die zukünftig ein solches Fehlverhalten ausschließen, gab Bundesminister Trittin eine Sicherheitsanalyse der Kraftwerke in Auftrag.