Zusatzgewinne

AKW-Laufzeitverlängerung bringt Konzernen 40 Milliarden Euro

Eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken könnte den Stromkonzernen nach Schätzungen der Deutschen Energieagentur (dena) zusätzliche Gewinne in Höhe von 40 Milliarden einbringen. Trotzdem sei nicht mit sinkenden Strompreisen zu rechnen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/red) - Kohler, der dem Vorhaben grundsätzlich kritisch gegenübersteht, schlug vor, die Hälfte der Extragewinne in einen staatlich kontrollierten Fonds einzubringen. Der Ertrag solle zu einem großen Teil in Energieeffizienzmaßnahmen investiert werden, zum Beispiel im Gebäudebereich.

Trotzdem keine sinkende Strompreise

Nach Einschätzung Kohlers ist nicht damit zu rechnen, dass durch eine Verlängerung der Laufzeiten die Strompreise sinken würden. Außerdem zerstöre man neue Marktstrukturen, die sich gerade zu entwickeln begännen, bemängelte Kohler und fügte hinzu: "Wenn jetzt 17.000 Megawatt aus den Atomkraftwerken weiterhin auf dem Markt blieben, werden Investitionen in moderne Gas- und Kohlekraftwerke zurückgestellt und neue Anbieter haben keine Chance."