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Wiederanfahren geplantVattelfalls Pläne zum Wiederanfahren des schleswig-holsteinischen Atommeilers Krümmel stoßen auf wachsenden Protest. Nachdem das Unternehmen am Freitag das bevorstehende Wiederanfahren des Reaktors angekündigt hatte, meldeten Atomkraftgegner noch am Abend "entschiedenen Widerstand" an.
Geesthacht (ddp-nrd/red) - "Wenn das AKW Krümmel wieder ans Netz gehen soll, werden wir protestieren", sagte Jan Becker vom norddeutschen Informationsnetzwerk gegen Atomenergie, contrAtom. Mehr als 650 Menschen hätten bereits eine entsprechende Erklärung unterzeichnet und wollten am Freitag vor dem Wiederanfahren das Kraftwerk blockieren. Zu weitere Aktionen hätten auch Bauern aus dem Wendland ihre Teilnahme zugesagt.
Atomkraftwerk Krümmel bald wieder am Netz?
(Foto / Abb.: Vattenfall Europe)
contrAtom fordert Becker zufolge wegen der ungeklärten Leukämiefälle in der Elbmarsch in der Umgebung von Krümmel die sofortige Stilllegung des Reaktors. "Fast zwei Jahre Stillstand seit dem Trafo-Brand im Juni 2007 haben gezeigt: Wir brauchen den Strom aus Krümmel nicht", sagte Becker. Mehrfach hätten Atomkraftgegner vor dem Kraftwerk gegen das Wiederanfahren protestiert.
Knapp zwei Jahre nach dem Trafobrand in Krümmel hatte Vattenfall Europe am Freitag angekündigt, voraussichtlich in der kommenden Woche bei der Reaktoraufsicht einen Antrag zum Wiederanfahren des Reaktors zu stellen. Nach einem Kurzschluss am 28. Juni 2007 war es in Krümmel zu einem Transformatorbrand gekommen. Deshalb wurde der Reaktor durch eine Schnellabschaltung heruntergefahren.
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