Sicherheit

AKW in Belgien laufen nur noch mit Wochenend-Besetzung

Die Anschläge in Brüssel haben ganz Europa erschüttert. Auf vielen Ebenen werden nun die Sicherheitsmaßnahmen in Belgien verschärft. Auch bei den Atomkraftwerken. Ein großer Teil des Personals wurde nach Hause geschickt.

Belgien © Kristina Afanasyeva / Fotolia.com

Brüssel - Nach den Anschlägen in Brüssel haben die belgischen Atomkraftwerke an den Standorten Doel und Tihange ihr Personal auf ein Minimum reduziert. "Nur wer wirklich da sein muss, bleibt", sagte ein Sprecher der belgischen Atomaufsicht AFCN, wie die Nachrichtenagentur Belga am Dienstag berichtete. Die von der Atomaufsicht angeordneten Vorkehrungen sollen dem Bericht zufolge das Risiko minimieren, dass Personen, die Böses im Schilde führen, auf das Gelände gelangen. Zuvor hatte Belga unter Berufung auf den örtlichen Polizeichef berichtet, die Anlage sei evakuiert worden.

AFCN: Kein Risiko beim Personal

"Etwa tausend Personen arbeiten in solch einer Anlage. Sie werden alle einer genauen Prüfung unterzogen, aber wir gehen kein Risiko ein", hieß es bei der AFCN. Die Anordnung gelte bis auf weiteres. Die Kraftwerke erzeugen weiterhin Strom. Das Personal ist in gleicher Stärke wie an Wochenenden vor Ort.

Der Betreiber Electrabel unterstrich im Kurzmitteilungsdienst Twitter, dass es keine Evakuierung gegeben habe. Vielmehr sei verzichtbares Personal nach Hause geschickt worden.

Rund 900 Mitarbeiter in Tihange und Doel

Tihange liegt 70 Kilometer von Aachen entfernt nahe der ostbelgischen Stadt Lüttich. Der Standort besteht aus drei Druckwasserreaktoren. Zuletzt waren dort 940 Mitarbeiter beschäftigt. Doel liegt bei Antwerpen. Der Standort hat vier Druckwasserreaktoren. Dort waren zuletzt rund 880 Mitarbeiter beschäftigt.

Quelle: DPA